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10. Jahrhundert

10. Jahrhundert

Das 10. Jahrhundert begann am 1. Januar 901 und endete am 31. Dezember 1000.
Es ist die Epoche des Frühmittelalters.

Zeitalter/Epoche


- Herrschaft der Ottonen

Ereignisse/Entwicklungen


- Ständige Einfälle der Magyaren erschüttern das Ostfrankenreich. Herrscher werden an ihren Erfolgen in den Ungarnkriegen gemessen.
- Um 907 endet die der Tang-Dynastie im Kaiserreich China. Die Zeit der fünf Dynastien bricht an.
- Aus der Zeit der fünf Dynastien existiert das älteste chinesische Manuskript einer Himmelskarte.
- Waräger erobern 907 Konstantinopel.
- Gründung von Cluny (Abtei) am 11. September 910.
- Wikinger (Normannen) erhalten 911 das von ihnen seit der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts besiedelte Gebiet zum Lehen. Entstehung der Normandie.
- Beginn der Goryeo-Dynastie 918 in Korea.
- König Eduard I. von Wessex gliedert 922 Essex und East Anglia seinem Reich an und unterwirft die Kleinkönige von Wales und Cornwall.
- Fürst Tomislav von Kroatien eint 924 die Stämme Kroatiens und Dalmatiens und unterwirft die byzantinischen Küstenstädte. Er proklamiert sich zum König und wird von Papst Johannes X. anerkannt.
- Markgräfin Marozia von Camerino, Witwe Alberichs, lässt Papst Johannes X. im Jahre 928 in den Kerker werfen und erhebt sich zur Senatrix von Rom.
- Gründung des Kalifats von Córdoba durch Abd ar-Rahman III. im Jahr 929.
- Der dänische König Harald Blauzahn lässt sich 960 taufen. Die Dänen werden Christen.
- In China beginnt 960 die Song-Dynastie.
- Gründung der Al-Azhar-Universität 970 (Moschee) in Kairo.
- Mit Ludwig V. stirbt 987 der letzte französische König aus der Dynastie der Karolinger. Mit der Wahl Hugo Capets zum König beginnt die Herrschaft der Kapetinger.
- Großfürst Wladimir I., Herrscher der Kiewer Rus, empfängt 988 die orthodoxe Taufe. Christianisierung der Rus.
- Im letzten Viertel des Jahrhunderts entsteht in Japan Genji Monogatari (Die Geschichte des Prinzen Genji), eines der wichtigsten Werke der japanischen Literatur.
- Die erste Heiligsprechung der Kirchengeschichte (Ulrich von Augsburg) wird 993 durch Papst Johannes XV. verkündet.
- Beginn der Fatimidenherrschaft in Nordafrika.
- In Bruchsal wird am 1. November 996 eine Urkunde für das bayerische Hochstift Freising ausgestellt, in der erstmals der Name Ostarrîchi (heute Österreich) schriftlich festgehalten wird.
- das später so genannte Heilige Römische Reich,(lateinisch Sacrum Imperium Romanum) bildet sich aus dem karolingischen Ostfrankenreich heraus.

Persönlichkeiten


- Heinrich I., sächsisch-stämmiger, deutscher König
- Otto I., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
- Otto II., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
- Theophanu, Kaiserin des Heiligen Römischen Reichs
- Otto III., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
- Basileios II., byzantinischer Kaiser

Erfindungen und Entdeckungen

01-10 ! ja:10世紀 ko:10세기 th:คริสต์ศตวรรษที่ 10

901

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Ludwig III. der Blinde wird Kaiser von Italien.

Geboren


-

Gestorben


- ko:901년

1000

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 15. März – Während des "Staatsakts von Gnesen", Errichtung des Erzbistums Gnesen mit den Bistümern Breslau, Krakau und Kolberg durch Kaiser Otto III.
- 30. April – Das Kloster Helmarshausen (Hessen) erhält vom Kaiser das Münzrecht.
- Island wird christlich.
- Leif Eriksson entdeckt Nordamerika (Vinland).
- Erste urkundliche Erwähnung von Oedingen.
- Erste urkundliche Erwähnung von Elspe.
- Erste urkundliche Erwähnung von Wasenweiler.
- Erste urkundliche Erwähnung von Vinnen.
- Poppon wird erster Bischof von Krakau.
- 31. Dezember – Ende des 1. Jahrtausends und des 10. Jahrhunderts.

Geboren


- Adelmann von Lüttich, belgischer Gelehrter

Gestorben


- 9. SeptemberOlav I. Tryggvasson, König von Norwegen (
- 963) ja:1000 ko:1000년 simple:Thousand

Frühmittelalter

Unter dem Begriff Frühmittelalter wird ein in der Mediävistik gebrauchter, nicht exakt umrissener Zeitraum zwischen dem Ende des 6. Jahrhunderts und dem Beginn des 11. Jahrhunderts verstanden, wobei die Anfangszeit höchst umstritten ist. Man spricht daher lieber von einer Übergangsphase, die, je nach Interpretation und betrachteter Region, zwischen dem späten 5. und dem frühen 7. Jahrhundert liegt. In diesem Zeitraum wandelte sich die spätantike-mediterrane Welt hin zu einer, die man als das so genannte europäische Mittelalter bezeichnet.

Die Transformationsphase der spätantiken Welt

In der Zeit der ausgehenden Spätantike und der Völkerwanderung stießen germanische und slawische Stämme nach Westen vor und wurden mit der Kultur der Antike und dem Christentum konfrontiert. Dort, wo die Kultur des Römischen Reiches lange Zeit bestanden hatte, wurde sie von den Germanen zumindest teilweise aufgenommen, so dass, obwohl der römische Staat im Westen langsam zerfiel, die antike Kultur weiterbestand und mit ihr auch einige wirtschaftliche und soziale Strukturen. Auch nach dem Ende des weströmischen Kaisertums 476 bzw. 480 blieb die Idee des Imperium Romanum lebendig. Der oströmische Kaiser Justinian konnte weite Teile des alten Westreichs zeitweilig wieder seiner Herrschaft unterwerfen, und noch bis etwa 600 sahen sich die germanischen Nachfolgestaaten im Westen nominell als Untertanen des einzig souveränen Herrschers, des oströmischen Kaisers. Erst danach ist ein beschleunigtes Verschwinden spätantiker Elemente zu beobachten. Und noch 200 Jahre später war die Idee des weströmischen Kaisertums so wirkmächtig, dass Karl der Große seine Erneuerung versuchte. Der spätrömische Staat war recht stark bürokratisiert und zentralisiert gewesen (siehe dazu Spätantike). Da mit ihm auch die übergeordnete Herrschaftsgewalt und die vereinheitlichten Verwaltungsstrukten verloren gingen, bildeten sich neue Herrschaftsstrukten heraus, die auf der germanischen Tradition der Personenverbände basierten. Eine Adelsschicht bildete sich heraus, die auf der Grundherrschaft gründete, d.h. auf Recht über Haus und Grund und allen darauf lebenden Personen. Diese Macht wurde auf die Verwandtschaft ausgedehnt, später auch über die eigentlichen Familien hinaus, bis hin zu hierarchischen Strukturen, an dessen Spitze der König stand.

Gesellschaft, Kirche, "Staat"

Die frühmittelalterliche Gesellschaft war agrar- und naturalwirtschaftlich geprägt. Im Vergleich zur Antike verloren Handel und Geldwirtschaft an Bedeutung, wenn auch die moderne Forschung betont, dass es neben den Brüchen in bestimmten Bereichen durchaus auch Kontinuität zur Spätantike gegeben hat. Nachdem der Staat zerfiel, blieb die Kirche die einzig übergeordnete Institution. Allerdings wurde auch hier die Macht fragmentiert; viel Macht lag bei den Bischöfen, die oft von den lokalen Grundherren eingesetzt wurden, und das Papsttum hatte sich noch nicht herausgebildet. Die wesentlichen Träger der Kultur und des Wissens waren die Klöster der Benediktiner und die Kirche. Das Lesen und Schreiben beherrschten meist nur Angehörige des Klerus. Kultur hieß überwiegend Bereitstellung und Systematisierung des vorhandenen Wissens und das Kopieren von Werken antiker Autoren. Beim Wissen wurden auch praktische Aspekte aus der Antike tradiert, z.B. Obstbau und Weinbau. Die geschichtlichen Personen und Ereignisse des 7. bis 10. Jh. (siehe dazu unter anderem Frankenreich, Angelsachsen, Deutschland im Frühmittelalter) sind größtenteils aus den vielen handschriftlichen und datierten Dokumenten der Mönche aller Länder Europas bekannt, die in mühsamer Fleißarbeit die geschichtlichen Zusammenhänge aufschrieben. Ihnen sind im Grunde genommen unsere Erkenntnisse über die Geschichte zu verdanken, ebenso, dass die uns bekannten Ereignisse jener Zeit dokumentiert wurden, so dass größtenteils ihre Sicht unser Bild dieser Epoche (wie auch jeder anderen) geprägt hat und kritisch hinterfragt werden muss. Auch die zeitliche Einordnung bedeutender Gelehrter des frühen Mittelalters wie beispielsweise Beda Venerabilis, Einhard usw., deren Werke nur in Abschriften späterer Zeiten vorliegen, ist wissenschaftlich nicht unumstritten. Auch im Oströmischen Reich (Byzanz) fand der Übergang zur frühmittelalterlichen Kultur statt, wenn er sich auch in anderen Bahnen vollzog, da im Osten die antike Kultur stärker fortbestand als im Westen. Beschleunigt wurde die Entwicklung des oströmischen Reiches hin zum "Byzantinischem Reich" durch die Islamische Expansion, wodurch Byzanz seinen spätantiken Charakter weitgehend verlor.

Literatur


- Hans-Werner Goetz: Europa im frühen Mittelalter. 500-1050. Ulmer, Stuttgart 2003 (Handbuch der Geschichte Europas, 2), ISBN 3-8001-2790-3 (Eine ganz vorzügliche Einführung mit Forschungsteil und reichhaltigen Literaturangaben, die zudem Europa als gesamtgeschichtlichen Raum wahr nimmt.)

Weblinks


- [http://www.oeaw.ac.at/gema/fm Arbeitsgruppe Frühmittelalter, Uni Wien (Betreuung: Walter Pohl, einer der anerkanntesten Historiker auf diesem Gebiet ]
- [http://72.rapidforum.com Diskussionsforum zur Frühmittelaltergeschichte] Kategorie:Zeitalter Kategorie:Mittelalter

Ottonen

Die Liudolfinger, die auch Ottonen genannt werden, waren ein sächsisches Adelsgeschlecht und eine deutsche Herrscherdynastie. Insgesamt regierte diese Familie das Heilige Römische Reich Deutscher Nation länger als ein Jahrhundert (919-1024). Begründer des Adelsgeschlechts war Graf Liudolf († 866). Die Bezeichnung Ottonen geht auf die drei liudolfingischen Kaiser zurück: Otto I., Otto II. und Otto III.. Der Aufstieg des Geschlechts fällt mit dem Aufstieg des Ostfränkischen Reich zusammen. König Konrad I. († 919) aus der Familie der Konradiner bestimmte den mächtigsten Stammesherzog, den Liudolfinger Heinrich von Sachsen zu seinem Nachfolger. Heinrich I. war der Sohn von Herzog Otto I. von Sachsen und ein Enkel Liudolfs. Er wurde 919 zum römisch-deutschen König gewählt. Eine seiner wichtigsten Aufgaben war die Verteidigung des Reiches gegen die immer wieder angreifenden Magyaren (Ungarn). Diese besiegte er vorerst entscheidend im Jahre 933 an der Unstrut. Im gleichen Jahr unterwarf er die Elbslawen und Böhmen. Dadurch konnte er das Reich nach Innen stabilisieren. Eines seiner politischen Ziele war die Schaffung der Reichseinheit. Diese wollte er mittels der 929 verabschiedeten Quedlinburger Hausordnung, die seinen zweiten Sohn Otto zum direkten Nachfolger bestimmte, erreichen. Auch wenn damit die restlichen Söhne mit der Herzogwürde abgefunden wurden, so muss man rückblickend sagen, dass dies eine seiner besten Entscheidungen war. Denn mit König Otto I., bestieg 936 eine der größten Persönlichkeiten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation den Thron. Otto war es, der die Ungarn endgültig besiegte und der Bedrohung aus dem Südosten ein Ende machen konnte, als er sie in der Schlacht auf dem Lechfeld, vernichtend schlug. Um die Stabilisierung des Reiches zu vollenden, ließ Otto, sich von Papst Johannes XII. im Jahre 962 zum Kaiser krönen. Gleichzeitig erneuerte er das römische Kaisertum von Kaiser Karl I. dem Großen, bestätigte die Pippinische Schenkung und verheiratete seinen Sohn und Thronfolger Otto mit Theophanu, einer byzantinischen Prinzessin. Bereits 973 wurde er als Otto II. neuer König und auch Kaiser. Er führte den Kurs seines Vaters fort, und war wie dieser ein erfolgreicher Herrscher. Als Otto II. 983 starb, hinterließ er seinen dreijährigen Sohn. Dieser wurde als Otto III., im Jahre 983 zum römisch-deutschen König gewählt, für ihn übernahm seine Mutter bis 991 die Regentschaft. Fünf Jahre später wurde er zum Kaiser gekrönt. Kaiser Otto III. verstarb sehr früh (1002) und hinterließ keinen Erben. Doch fand sich mit Heinrich, einem Vetter Ottos, doch noch ein Nachfolger. Heinrich war der Urenkel von König Heinrich I. und bestieg 1002 als König Heinrich II. den Thron. Trotz aller Widerstände wurde er 1014 zum Kaiser gekrönt. Später wurde er, aufgrund seiner vielen Stiftungen (Gründung des Bamberger Bistums), 1146 heilig gesprochen. Er starb 1024 ohne männlichen Erben, so dass die Ottonendynastie im Mannesstamm ausstarb. Mit ihm ging die Epoche der Ottonen zu Ende und die Königswürde an die Salier (Konrad II.) über.

Könige und Kaiser aus der Familie der Liudolfinger

Könige des Ostfrankenreichs und Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
- Heinrich I. (König 919-936)
- Otto I., der Große (936-973, ab 962 als Kaiser)
- Otto II. (Mitkönig 963, Mitkaiser 967, Alleinherrscher 973-983)
- Otto III. (983-1002, ab 996 als Kaiser)
- Heinrich II. (1002-1024, ab 1004 als Kaiser)

Weitere bedeutende Liudolfinger


- Altfrid (Bischof von Hildesheim bis 874)
- Liudolf (Herzog von Sachsen bis 866)
- Brun (Herzog von Sachsen 866-880)
- Otto der Erlauchte (Herzog von Sachsen 880-912)
- Thankmar
- Gerberga (Königin von Frankreich bis 954)
- Hadwig (Herzogin von Franzien bis 956)
- Heinrich (Herzog von Bayern 947-955)
- Bruno von Köln (Erzbischof von Köln 953-965, Herzog von Lothringen bis 965)
- Wilhelm (Erzbischof von Mainz 954-968)
- Liudolf von Schwaben (Herzog von Schwaben 949-953)
- Heinrich der Zänker (Herzog von Bayern 955-976, 985-995)
- Otto I. von Schwaben, Herzog von Schwaben 973-982, Herzog von Bayern 975-982)
- Brun von Augsburg (Bischof 1006-1029)

Stammliste

bis zur Erlangung der Königswürde

# NN ## Brun(hart) ### ? Liudolf († 866) Graf in Sachsen ∞ Oda († 913) Tochter des princeps Billung (Billunger) #### Brun (X 880) 877 Graf #### Otto I. der Erlauchte († 912) ∞ Hadwig (Hathui) († 903) Tochter des Heinrich dux austriacorum (Babenberger) ##### Thankmar (907 bezeugt, † vor 30. November 912) ##### Liudolf (907 bezeugt, † vor 30. November 912) ###### Ekkehard (X 25. September 936) ##### Heinrich I. († 936) deutscher König 919, ∞ I 906 Hatheburg, ∞ II 909 Mathilde, Laienäbtissin von Nivelles († 968), Tochter des Grafen Dietrich (Theoderich) (Immedinger) - Nachkommen siehe unten ##### Oda († wohl 2. Juli nach 952) ∞ I 27. März/13. Juni 897 Zwentibold, 895 König von Lothringen (X 13. August 900) (Karolinger), ∞ II 900 Graf Gerhard (X 22. Juni 910) (Matfride) ##### Liutgard (Dodica) († 21. Januar 923), 910-923 Äbtissin von Gandersheim ##### Irminburg († vor 936) ∞ Graf Siegfried († 3. Dezember 936/941), Bruder des Markgrafen Gero ##### Tochter, außerehelich, 932 bezeugt ∞ Wido aus Thüringen #### Thankmar, 877/879 Abt von Corvey #### Liutgard (877 bezeugt,† 17. oder 30. November 885) begraben in Aschaffenburg ∞ vor 29. November 874 Ludwig III. der Jüngere König der Ostfranken († 20. Januar 882) (Karolinger) #### Enda ∞ NN #### Hathumod (
- 840, † 29. November 874) 852 Äbtissin von Gandersheim, begraben in Brunshausen #### Gerberga († 5. September 896/897, 874 Äbtissin von Gandersheim #### Christina († 1. April wohl 919/920), 896-897 Äbtissin von Gandersheim, begraben in der Stiftskirche Gandersheim #### 1 Tochter und 2 oder 3 Söhne gestorben klein ## Uffo (Ovo) genannt Liudolf, (von 802/817 bis um 850 bezeugt, † um 852), ∞ Richeit († 8. April ...) Tochter des Ricfrid ### Altfrid († 874) Bischof von Hildesheim ### Adi, um 852 bezeugt ### Tadi, um 852 bezeugt ### Friedrich, um 852 bezeugt ### Gersuit, erste Äbtissin von Essen, begraben in St. Quintinus in Essen Alle Angaben zu dieser "Familia 2" sind derzeit nicht mehr haltbar. Auch das Begräbnis in St. Quintin ist fraglich. Ovo und Richeit sind nicht Altfrids Eltern, sondern Wohltäter für das Stift Essen! Gerswid war eine Verwandte Altfrids: aber wie sie mit ihm verwandt war ist unbekannt. (Quelle: Essener Beiträge Nr. 107) ## Bovo, um 850 bezeugt

Die kaiserliche Familie

# Heinrich I. († 936) deutscher König 919, ∞ I 906 Hatheburg, ∞ II 909 Mathilde, Laienäbtissin von Nivelles († 968), Tochter des Grafen Dietrich (Theoderich) (Immedinger) - Vorfahren siehe oben ## Thankmar (X 28. Juli 938 auf der Eresburg) ## Otto I. (
- 912, † 973) deutscher Kaiser, ∞ I 929 Editha († 946), Tochter des angelsächsischen Königs Eduard der Ältere, ∞ II 951 Adelheid von Burgund († 999), Tochter des Königs Rudolf II. von Burgund, Witwe des Königs Lothar II. von Italien ### Wilhelm, unehelich (
- 929, † 968) Erzbischof von Mainz ### Liudolf (
- 930, † 957) Herzog von Schwaben 850-854, ∞ Ida von Schwaben († 968) Tochter des Herzogs Hermann I. von Schwaben (Konradiner) #### Mathilde (
- 949, † 6. November 1011) um 965 Äbtissin von Essen, begraben in der Krypta des Essener Domes #### Otto I. von Schwaben (
- 954, † 982) Herzog von Schwaben 973-982, Herzog von Bayern 976-982 #### ? Richlint ∞ Konrad (von Öhningen) Herzog von Schwaben († 997) ### Liutgard (
- wohl 931, † 18. November 953) begraben in St. Alban vor Mainz, ∞ um 947 Konrad der Rote (X 955) Herzog von Lothringen 944-945 (Salier) ### Heinrich (
- Ende 952/Anfang 953, † 7. April wohl 954) ### Brun (
- Ende 953/Anfang 954, † 8. September 954) ### Mathilde (
- Anfang 955, † 7. Februar 999) 966-999 Äbtissin von Quedlinburg, begraben in der dortigen Stiftskirche ### Otto II. (
- 955, † 983) deutscher Kaiser, ∞ 14. April 972 Theophanu († 991) #### Sophia (
- Oktober 975, † 27./31. Januar 1039), 989 Canonica, 1001 Electa und 1002 Äbtissin von Gandersheim, um 1012 auch Äbtissin von Essen #### Mathilde (
- Sommer 978, † 4. Dezember 1025 in Echtz) begraben in der Abtei Brauweiler, ∞ vor 15. Juni 991 Ezzo (Erenfried) Graf im Auel- und Bonngau, 1020 Pfalzgraf von Lothringen († 21. Mai 1034 in Saalfeld) (Ezzonen) #### Tochter († 990 vor dem 8. Oktober) #### Otto III. (
- 980, † 1002) deutscher Kaiser ## Gerberga (
- 913/914, † nach 968) ∞ I 928/929 Giselbert Herzog von Lothringen († 929) (Reginare), ∞ 939 Ludwig IV. König der Westfranken († 954) (Karolinger) ## Heinrich I. (
- 919/922, † 955), Herzog von Lothringen, Herzog von Bayern , ∞ um 937/940 Judith von Bayern († wohl nach 974), Tochter des Herzogs Arnulf I. von Bayern (Luitpoldinger) ### Gerberga (
- wohl 940, † 13./14. November 1001) 949 beziehungsweise wohl 956 Äbtissin von Gandersheim ### Hedwig († 26. Juli 994) ∞ Burchard II. Herzog von Schwaben 954-973 († 973) (Burchardinger) ### Heinrich II. der Zänker (
- 951, † 995) Herzog von Bayern, Herzog von Kärnten, ∞ vor 972 Gisela von Burgund († 1007) Tochter des Königs Konrad III. von Burgund (Welfen) #### Heinrich II. (
- wohl 973, † 1024) deutscher Kaiser, ∞ 1000 Kunigunde von Luxemburg († 1033) Tochter des Grafen Siegfried (Wigeriche) #### Brun († 1029) 1005-1006 Reichskanzler, 1006-1029 Bischof von Augsburg #### Gisela (
- wohl 985, † 7. Mai 1065 in Passau) begraben im Kloster Niedernburg in Passau, ∞ 996 Stephan I. der Heilige, Großfürst und König von Ungarn († 1038) (Arpaden) #### Brigida, Nonne in St. Paul in Regensburg, Äbtissin von Andlau #### Arnold († 17. November 1018/1019) 1013 Erzbischof von Ravenna ### Brun, wohl am 22. Juli 976 bezeugt ## Hadwig (
- wohl 922, † 1. September wohl nach 958) ∞ 9. Mai/14. September 937 Hugo Capet († 956) dux Francorum, Regent von Frankreich (Kapetinger) ## Brun († 965) Erzbischof von Köln

Literatur


- Klaus G. Beuckers, Johannes Cramer, Michael Imhof (Hrsg.): Die Ottonen. Kunst, Architektur und Geschichte. Imhof, Petersberg 2002, ISBN 3-932526-91-0
- Helmut Beumann: Die Ottonen. 5. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 2000, ISBN 3-17-013190-7
- Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter: Ottonische Neuanfänge. Philipp von Zabern, Mainz 2001, ISBN 3-80532-701-3
- Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Band I.1. Die fränkischen Könige und die Könige und Kaiser, Stammesherzoge, Kurfürsten, Markgrafen und Herzoge des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. 2. verbesserte Auflage. Klostermann, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-465-03420-1

Weblinks


- [http://www.genealogie-mittelalter.de/liudolfinger.htm genealogie-mittelalter.de]
- [http://www.geocities.com/TimesSquare/Portal/1618/deuK.htm Übersicht über die deutschen Herrschergeschlechter]
- [http://www.ottonenzeit.de Ottonenzeit] !

Ostfrankenreich

Das Ostfrankenreich, seit dem 11. Jahrhundert auch als Regnum Teutonicorum bezeichnet, ist Ursprung bzw. Vorläufer des Heiligen Römischen Reiches (HRR) Deutscher Nation. Bis zu Beginn des 12. Jahrhunderts hieß es offiziell Regnum francorum orientalium, was übersetzt soviel wie „Königreich der östlichen Franken“ oder „Königreich der morgenländischen Franken” heißt.

Geschichte

Die Bildung des Ostfrankenreichs geht auf langwierige Erbfolgekonflikte der Nachfahren Karls des Großen zurück. Kaiser Ludwig I., der Fromme, (778-840) kämpfte gegen seine Söhne um die Herrschaft im Fränkischen Reich, die er Anfang der 830er Jahre endgültig verlor. Sein Sohn Ludwig II. (der Deutsche), der schon seit 831 über Bayern, Thüringen, Franken und Sachsen herrschte, übernahm 833 die Regentschaft im östlichen Teil des Fränkischen Reiches. Danach baute er die Königsmacht und den Zusammenhalt der Stämme bzw. Stammesherzogtümer in seinem Herrschaftsbereich aus. Mit dem Vertrag von Verdun 843 führte Ludwig der Deutsche das Ostfrankenreich als selbstständiges Königreich in die europäische Geschichte ein. Der Name regnum francorum orientalium tauchte allerdings erst später auf, genauer im Jahre 920, als Karl der Einfältige und Heinrich der Vogler den Vertrag von Bonn schlossen. Karl durfte sein Reich regnum francorum occidentalum nennen (was übersetzt soviel wie „Königreich der westlichen Franken“ oder „Königreich der abendländischen Franken” heißt). Anders als das romanisierte Westfrankenreich war das germanische Ostfrankenreich – größenteils außerhalb des alten (antiken) Römischen Reiches gelegen – durch das Eigenbewusstsein der Stämme und Stammesherzöge geprägt. Dies blieb ein wesentliches Merkmal der deutschen Geschichte.

Regnum Teutonicorum

Seit dem 10. Jahrhundert wurde das Ostfrankenreich auch als regnum Teutonicorum (Königreich der Deutschen) bezeichnet. Diese Bezeichnung setzte sich aber erst im 11. Jahrhundert, also seit der Salierzeit, endgültig durch. Der Begriff regnum meinte zunächst allgemein „Herrschaft, Herrschaftsbereich, Königtum“ und selbst einzelne Herzogtümer werden in dieser Zeit als regnum bezeichnet. Als „teutonici“ (Sammelbegriff für die germanischsprachigen Stämme) wurde das Reich meist nur wahrgenommen, wenn ein Heer über die Alpen nach Italien zog. Aber ”deutsch” (im heutigen Sinn) war dieses Reich nur bedingt - um den Herrscher sammelten sich (Nieder-)Sachsen, Thüringer, Lothringer, Friesen, Franken, Schwaben und Baiern. Insgesamt gesehen stand das ostfränkische Reich ebenso wie sein Nachfolger das (Heilige) Römische Reich in einer fränkischen Tradition bzw. der des (antiken) römischen Reiches.

Könige des Ostfrankenreichs


- Ludwig II. (der Deutsche), (805/806-876), König seit 833
- Ludwig III., der Jüngere, (835-882), König 876-882 in Franken, Sachsen und Thüringen, seit 880 auch in Bayern
  - Karlmann (Ostfrankenreich) (um 830-880), 876-880 König in Bayern, 877-879 auch König von Italien
- Karl III., der Dicke, (839-888), König in Alemannien ab 876, seit 879 auch König von Italien, von 882 an König des ganzen Ostfrankenreichs (außerdem Römischer Kaiser seit 881)
- Arnulf von Kärnten, (850-899), König seit 887 (außerdem Römischer Kaiser seit 896)
- Ludwig IV., das Kind, (893-911), König seit 900
- Konrad I., der Jüngere, (881-918), König seit 911
- Heinrich I., der Vogler, (875/876-936), König seit 919
- Otto I., der Große, (912-973), ostfränkischer König seit 936 (Kaiser des Heiligen Römischen Reichs (HRR) seit 962) Kategorie:Deutsche Geschichte (Heiliges Römisches Reich) Kategorie:Staat (historisch) ja:東フランク王国

Ungarnkriege

Seit dem Ende des 9. Jahrhunderts gab es immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den noch nicht seßhaften Ungarn, den Magyaren, und ihren Nachbarn. Am häufigsten kam es dabei zu Zusammenstößen mit dem Ostfrankenreich, bis die Magyaren 955 bei der Schlacht auf dem Lechfeld eine vernichtende Niederlage hinnehmen mussten.

Erste Begegnungen unter Markgraf Luitpold von Bayern

Krieger des Reitervolks der Magyaren erscheint erstmals in den Jahren 892894 als Söldner für Kaiser Arnulf. Doch nach ihrem Zug über die Karpaten beginnen sie im Jahr 899 mit einem Einfall in Italien, bei dem sie dem Heer des lombardischen Heeres König Berengars I. eine herbe Niederlage zufügen, eine Serie von stetigen Beutezügen nach Westen. Nach dem Tod von Kaiser Arnulf fallen die Magyaren erstmals in Bayern ein. Einem bayrischen Heerbann unter Markgraf Luitpold und Bischof Richard von Passau gelingt es am 20. November am Nordufer der Donau eine Einheit von 1.200 Kriegern niederzumachen, während die Mehrheit der Magyaren bereits beutebeladen zurückgekehrt war. Im Folgejahr 901 wiederholt sich die Situation, als die Bayern am 11. April an der Fischa, einem Nebenfluss der Donau, das Heer der Ungarn, das sich auf dem Rückweg befindet, erneut schlagen. Der größte Coup gelingt jedoch 904, als der Kende Kursan einer List der Bayern zum Opfer fällt. Davon unbeeindruckt zerschlagen die Magyaren 906 das mährische Reich und fallen nach Sachsen ein. Durch ihre Siege übermäßig selbstbewusst geworden, wagen die Bayern 907 eine Invasion auf magyarisches Gebiet, die für sie in der Katastrophe endet. In der Schlacht von Pressburg wird das Heer eingekesselt und vernichtet. Luitpold fällt und mit ihm die obersten Würdenträger Bayerns. Unklar ist, ob und in wie weit der Tod des bedeutendsten Großfürsten der Ungarn Arpad im selben Jahr mit dieser Schlacht in Zusammenhang steht.

Das ambivalente Vorgehen unter Arnulf dem Bösen

Der neue Herzog der Bayern beginnt sofort mit dem Aufstellen eines Reiterheeres gegen die Magyaren. Dafür führte er eine neue Belehnungspflicht ein, wonach jeder weltliche oder geistliche Grundherr pro 10 Bauern einen Reiter zu stellen hatte, was ihm die Geistlichkeit jedoch verweigerte. Als die Ungarn 908 Sachsen heimgesucht hatten, fielen sie 909 wieder plündernd in Bayern ein und drangen bis Freising und Schwaben vor. Auch Arnulf nutzte die verschlechterte Manövrierfähigkeit der beladenen Magyaren auf dem Rückweg und schlug sie und ihren Anführer Szabolcs am 11. August an der Rott zwischen Eggenfelden und Pfarrkirchen. Die Niederlage kann jedoch nicht bedeutend gewesen sein, da die Magyaren bereits 910 erneut einfallen, ein Heer der Schwaben aufreiben und am 22. Juni das fränkische Heer unter Ludwig dem Kind auf dem Lechfeld besiegen. Bei Neuching gelingt es Arnulf mit seinen Bayern zwar einer Einheit der Magyaren eine Niederlage beizubringen, doch das Jahr 910 wird deutlich durch Scheitern auf dem Lechfeld überschattet Nachdem die Magyaren 912 einen Beutezug nach Franken und Thüringen unternommen hatten, ziehen sie 913 wieder durch Bayern und Schwaben. Wieder versperrt ihnen Arnulf mit einem starken Heer den Rückweg. Diesmal ist der Sieg deutlich - angeblich überlebten nur 30 Magyaren. Zumindest scheint es in der Folge der Schlacht zu einem Abkommen mit den Magyaren gekommen zu sein. Wahrscheinlich um die Auslieferung gefangener magyarischer Führer. Nach seinem gescheiterten Aufstand gegen König Konrad I. nutzt Arnulf 914 seine neuen diplomatischen Beziehungen und flieht zu den Ungarn. Doch auch in den folgenden 13 Jahren bleibt Bayern, durch Arnulfs Abkommen geschützt, von weiteren Einfällen verschont.

Die Kampanien von Heinrich dem Vogler

Nachdem die Magyaren in den Jahren nach Arnulfs Flucht Bayern verschonen, wird die Belastung für die übrigen Stämme umso stärker. Der Herzog der Sachsen Heinrich hatte 913 Bereits ein Heer der Ungarn bei Merseburg gestellt. 915 verwüsten die Magyaren Schwaben, Thüringen und Sachsen. 917 zerstören sie Basel und dringen bis ins Elsass und Lothringen vor. Auch das Jahr von Heinrichs Krönung zum König 919 ist begleitet von einem größeren Einfall der Magyaren. Als Heinrich bei Werla an der Oker einen wichtigen Fürsten der Magyaren gefangen nehmen kann, handelt er einen 10jährigen Waffenstillstand für Sachsen aus, den er nutzt eine Heeresreform durchzuführen und neue Burgen zu errichten. So bleibt es nicht aus, dass die Ungarn sich wieder Süddeutschland zuwenden. 926 bestürmen sie Augsburg, das von Bischof Ulrich verteidigt wird. Am 1. Mai plündern sie die Fürstabtei St. Gallen. Herzog Arnulf, der inzwischen wieder in Bayern weilt, sieht sich gezwungen sich durch Tributzahlungen einen Frieden zu erkaufen. Am Ingelheimer Hoftag 927 beschließen Heinrich und Arnulf ein gemeinsames Vorgehen gegen die Magyaren. Am 15. März 933 trifft das ostfränkische Heer bei Riade an der Unstrut auf die Ungarn. Die Schlacht bei Riade endet mit einem eindeutigen Sieg für Heinrich. Die Magyaren werden vom Schlachtfeld getrieben und ihr Lager erobert. Zu Lebzeiten Heinrichs werden sie nicht mehr im ostfränkischen Reich erscheinen.

Die endgültige Abwehr unter Otto dem Großen

Die Niederlage bei Riade halten die Magyaren nicht davon ab 934 zusammen mit den Petschenegen einen Zug nach Byzanz zu unternehmen. 937 ziehen sie bis Frankreich und im Jahr 938 nutzen sie eine Erhebung gegen Otto, um in Sachsen einzufallen. Die neuen Burgen bieten den Verteidigern jedoch genug Spielraum, die Eindringlinge zurückzuschlagen. Am 12. August943 endet eine Offensive der Bayern mit einem Sieg Herzog Bertholds (Sohn von Liudolf, Bruder von Arnulf/ 938-947) auf der Welser Haide (Österreich). Im Jahr 947 stirbt der magyarische Anführer Szabolcs und Fajsz folgt ihm nach. Nach einem weiteren Sieg 948 ziehen die Bayern unter dem von Otto neu eingesetzten Herzog Heinrich 949 oder 950 bis nach Sopron. Als sich 954 fast der gesamte Süden im liudolfionischen Aufstand gegen Otto erhebt, nutzen die Magyaren diese Chance und ziehen in ihrem bislang weitesten Zug über Bayern und Belgien bis Frankreich, zurück über Oberitalien und Kroatien. Im Folgejahr 955 stellt Otto das magyarische Heer in der Schlacht auf dem Lechfeld. Anders als sein Vater bei Riade, gibt sich Otto nicht mit der Vertreibung zufrieden, sondern lässt den fliehenden Magyaren auflauern und diese niedermachen, bis das gesamte Heer aufgerieben ist. Diese Strategie der Vernichtung von Eindringlingen zeigt sich auch gegen die Abodriten in Schlacht von Raxa , als 700 Soldaten enthauptet werden. In Folge der Schlacht auf dem Lechfeld, beginnen die die Magyaren einen seßhafteren Lebenswandel zu entwickeln. Das spätere Königreich Ungarn kann entstehen, während weitere Beutezüge nach Westen ausbleiben.

Literatur


- Leyser, K.J.: Medieval Germany and ist Neighbours 900-1250, London 1982, “The Battle at the Lech, 955, a study in Tenth-Century Warfare”
- Ferenc Majoros/Bernd Rill: Bayern und die Magyaren, Regensburg: Pustet, 1991.

Weblinks


- [http://www.steppenreiter.de/ungarn_in_bayern.htm Die Magyaren in Bayern]
- [http://www.stoicapathy.org/larp/setting.shtml Geschichte Ungarns]
- [http://www.genealogie-mittelalter.de Infos zu beteiligten Fürsten]
- [http://lech.blogg.de/eintrag.php?id=4 Dokumentarfilm "955 - Leck mich am Lech"] Lechfeld Lechfeld Kategorie:Bayerische Geschichte Lechfeld Lechfeld Kategorie:Sachsen !

907

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Ein ungarisches Heer zerstört das Großmährische Reich
- Ende der Tang-Dynastie im Kaiserreich China; Zeit der Fünf Dynastien bricht an
- Waräger erobern Konstantinopel
- Sancho I. schlägt die Mauren bei Pamplona
- Erste Erwähnung von Pressburg Brezelauspurc, dort unterliegen die Bayern gegen die Ungarn und verlieren Pannonien.

Geboren


-

Gestorben


- Árpád - Erster Großfürst der Magyaren (
- um 845)
- Boris I. - Fürst von Bulgarien (
- 828?) ko:907년

Kaiserreich China

Das Kaiserreich China // entstand 221 v. Chr. unter Qín Shǐ Huángdì aus mehreren kleinen Königreichen während der „Zeit der streitenden Reiche“ und währte über 2.133 Jahre bis zur Ausrufung der Chinesischen Republik durch Sun Yatsen und die darauf 1912 erfolgte Abdankung des letzten Kaisers Pu Yi. Auf die wechselvolle Geschichte und Vorgeschichte des Kaiserreichs und seiner Dynastien geht der Artikel Geschichte Chinas ein, worüber die Zeittafel China einen schematischen Überblick gibt.

Kaiserdynastien

Im Laufe der Geschichte des chinesischen Kaiserreiches gab es verschiedene Dynastien, die die jeweiligen Kaiser stellten. Die wichtigsten sind:
Dynastiename Chinesisch
Dauer Herrscher
Qin 秦朝 246-207 v. Chr. Kaiserliste
Han 汉朝 206 v. Chr.-220 n. Chr. Kaiserliste
Xin 新朝 9-23 (Intermezzo) Kaiserliste
Jin 晉朝 265-420 Kaiserliste
Sui 隋朝 581-618 Kaiserliste
Tang 唐朝 618-907 Kaiserliste
Song 宋朝 960-1279 Kaiserliste
Yuan 元朝 1271-1368 Kaiserliste
Ming 明朝 1368-1644 Kaiserliste
Qing 清朝 1644-1911 Kaiserliste

Verwandte Themen


- Portal: China
- Kategorie: Dynastien (China)
- Republik China und Volksrepublik China
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Himmel

Der Begriff Himmel bezeichnet
- den Raum über der Erde, siehe Himmel (planetär), Nachthimmel oder Sternhimmel
- eine Einheitskugel zur Koordinatenfestlegung von Inertialsystemen, siehe Himmelskugel
- in verschiedenen Religionen den Ort der Auferstehung und Gottes, siehe Himmel (Religion)
- das Dach eines Himmelbettes bzw. die Innenseite eines Autodachs und deren textile Bespannung, siehe Himmel (Textil)

Waräger

Der Begriff Waräger (Varingr von altnord. "var", Schwur) oder Rus ist eine Bezeichnung für die Wikinger bei den slawischen Völkern Osteuropas und im byzantinischen Reich. Die Waräger waren durch Eide und Schwüre, sowie gemeinsame Handelsinteressen verbundene skandinavische bewaffnete Männerbünde, die zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert im Baltikum und in Osteuropa aktiv waren. Sie nutzten die großen Flüsse wie Wolchow, Newa, Düna, Wolga, Dnjepr und Don, um sich im osteuropäischen Tiefland fortzubewegen. Die Waräger traten als Händler, Krieger und Siedler auf und kamen bei ihren Handelsfahrten über das Schwarze Meer bis nach Konstantinopel, wo sie zugleich die Leibgarde (Warägergarde) des oströmischen Kaisers stellten, und über das Kaspische Meer sogar bis ins weit entfernte Bagdad. Auch die Leibwachen der russischen Fürsten, die Drushinas, gehen auf warägische Schwurgemeinschaften zurück. Die Waräger bewirkten in Osteuropa die Gründung des Reiches der Kiewer Rus. Ab dem 9. Jahrhundert siedelten sie sich zunächst als Söldner, dann als Adels- und Anführerschicht unter den Ostslawen an. Diese in Russland ansässig gewordenen Skandinavier waren bis zum Ende des 10. Jahrhunderts vollständig slawisiert. Von nun an wurden sie nicht mehr als Waräger (russ. "Warjagi") bezeichnet, denn das Wort "Waräger" bezeichnete immer nur Fremde, niemals Einheimische bzw. Integrierte.
Es kamen jedoch bis ins 13. Jahrhundert immer wieder neue Krieger aus Skandinavien, um in der Kiewer Rus eine Zeit lang als Söldner zu dienen. Diese fremden Skandinavier wurden weiterhin als Waräger bezeichnet, in Abgrenzung zu den einheimischen Rus. In neuerer Zeit diente der Begriff unter anderem als Bezeichnung für das russische Kriegsschiff Warjag sowie eine geplante Division der Waffen-SS. Siehe auch: Geschichte Russlands, Geschichte der Ukraine, Geschichte Weißrusslands, Nestorchronik, Gardarike, Al-Madjus Kategorie:Europäische Ethnie Kategorie:Germanischer Stamm Kategorie:Schwedische Geschichte Kategorie:Kiewer Rus

Cluny (Abtei)

Die Abtei von Cluny ist eine mittelalterliche Abtei im Zentrum der gleichnamigen französischen Stadt Cluny.

Geschichte

Cluny wurde mit Urkunde vom 11. September 910 durch Herzog Wilhelm I. von Aquitanien als Benediktinerkloster gegründet. Dabei verzichtete Herzog Wilhelm auf jede Gewalt über das Kloster und schloss jegliche Einmischung weltlicher oder geistlicher Gewalt in die internen Angelegenheiten des Klosters aus (Exemption). Insbesondere wurde auf die wirtschaftliche Nutzung verzichtet. Das Klosters selbst wurde unter den direkten Schutz des Papstes gestellt. Für die Verhältnisse des 10. Jahrhunderts war dies eine Neuerung. Er ernannte lediglich den ersten Abt und erlaubte dem Konvent danach eine freie Abtswahl. Diese beiden Kriterien, Exemption und freie Abtswahl, trugen wesentlich zur Entfaltung Clunys bei. Diese Neuerungen sowie eine strenge Auslegung der Benediktusregel machten Cluny zum Ausgangs- und Mittelpunkt der cluniazensischen Reform, in deren Blütezeit etwa 1.200 Klöster mit rund 20.000 Mönchen zu Cluny gehörten. Eines der wichtigsten Priorate lag in La Charité sur Loire. Bemerkenswert war die straffe Ordnung innerhalb der Gemeinschaft. Noch heute gibt es eine rege Diskussion über die Clunezianischen Bewegung, welche von der Abtei ausging. Von 927 bis 1156 wurde Cluny von fünf einflussreichen Äbten regiert, die zugleich Freunde und Ratgeber von Kaisern, Königen, Fürsten und Päpsten waren. Päpsten Bereits der erste Abt, Berno, brachte Reformideen aus seinem vorherigen Kloster mit. Damit wurden die Ideen von Benedikt von Aniane (750 - 821) wieder aufgenommen. Im Mittelpunkt stand die Rückkehr zu den Klosterregeln des hl. Benedikt und der Kampf gegen die Verweltlichung des Klosterlebens. Unter Abt Berno entstand der Cluniazensiche Verband. Sein Nachfolger, Odo, baute den Verband aus. Dabei wurden entweder neue Priorate von Cluny aus gegründet oder die Kommunität einer bereits bestehenden Abtei schloss sich Cluny an. Auch wurden Bitten von adeligen Klosterherren an Odo herangetragen, in ihren Klöstern Reformen nach dem Vorbild Clunys durchzuführen. Dafür verzichteten die Adeligen auf ihren Einfluss auf diese Klöster. Im Cluniazensichen Verband gab es vier Stufen von eingegliederten Klöstern: In Prioraten war der Abt von Cluny direkter Oberer. Geleitet wurden diese Priorate von einem Prior, der dem Abt von Cluny gegenüber ein Treuegelöbnis ablegen musste. Die nächste Stufe war die der inkorporierten Abteien. Die Abteien dieser Stufen unterschieden sich von Prioraten dadurch, dass sie einen eigenen Abt hatten, der aber dem Abt von Cluny unterstand und diesem ein Treuegelöbnis leisten musste. Die dritte Stufe war die der abhängigen, von Cluny kontrollierten Abteien. Dies waren in der Regel große Abteien mit intaktem Wirtschaftsbetrieb, die vorher dem Papst unterstellt waren und die dieser zu Reformen Cluny übergab und dabei die je eigene Rechtsstellung einer Abtei zu Cluny festlegte. So ernannte etwa der Abt von Cluny den Abt einer solchen Abtei oder war doch bei seiner Ernennung wesentlich beteiligt. Die vierte Stufe war die der Abteien, die die Lebensgewohnheiten von Cluny übernahmen, aber selbständig blieben. Die klösterliche Disziplin im Verband wurde durch die Kontrolle der eingegliederten Klöster durch den Abt von Cluny aufrecht erhalten. Die Liturgie stand in Cluny im Vordergrund. Mit der Zeit wurde das Chorgebet immer umfangreicher. So betete jeder Mönch unter Abt Hugo täglich 215 Psalmen, gegenüber den von Benedikt in seiner Regel vorgesehenen 37 Psalmen täglich. So wurde wegen des umfangreichen liturgischen Dienstes insbesondere die Handarbeit von den Mönchen vernachlässigt, die sich dazu Konversen ins Kloster holten. Bei der Liturgie stand das Totengedenken weit oben an. Abt Hugo führte als allgemeinen Gedächnistag für alle Verstorbenen den Allerseelentag ein, der später auch in der Weltkirche begangen wurde und bis heute begangen wird. Durch seine Prachtentfaltung übte Cluny auch eine hohe Anziehung auf Adlige aus, sodass das Kloster reiche Schenkungen von Vermögenden bekam. Die Abtei besaß zu dieser Zeit ein enormes Geldvermögen. Trotz der äußeren Pracht wurde immer Wert auf strenge Askese gelegt. Der Abt beispielsweise hatte nicht, wie Benedikt in seiner Regel erlaubt und es auch sonst praktiziert wurde, eine eigene Wohnung im Klosterbereich, sondern lebte mit den Mönchen. Unter Abt Petrus Venerabilis begann der Niedergang Clunys. Es setzte Phase der Stagnation in der Ausbreitung des Cluniazensichen Verbandes ein. Außerdem zeigten einige Klöster des Verbandes Verselbständigungstendenzen. Hinzu kam die Auseinandersetzung mit Bernhard von Clairvaux und den späteren Zisterziensern. In der Folge der französischen Revolution wurde die Abtei aufgehoben. Die Kirche verfiel und wurde unter Napoleon als Steinbruch für den Bau des "Haras National" (Pferdezucht) in Cluny genutzt. Die eigentlichen Klostergebäude dienen heute als Berufsschule.

Abteikirche

Napoleon Auch die Abteikirche von Cluny wurde den Anforderungen des vermehrten liturgischen Dienstes angepasst und zweimal umgebaut, einmal unter Abt Maiolus (981, Cluny II) und ein weiteres Mal unter Abt Hugo (1089, Cluny III). Cluny II war die erste Kirche mit stufenförmiger Choranlage. Die Kirche hatte eine Flachdecke. Einige Kirchen mit Flachdecke, wie zum Beispiel die Klosterkirche in Alpirsbach, folgen diesem Einfluß. Auch das Kloster von Hirsau (begonnen 1082), wurde Cluny II nachempfunden, obwohl dieser Baustil bereits "veraltet" und Cluny III schon im Bau war. Die Weihe des Hochalters der Klosterkirche Cluny III fand 1095 statt. Der Bau hielt bis ins 12. Jahrhundert an. Cluny III war bis zum Wiederaufbau von Sankt-Peter im Vatikan der größte Kirchenbau der Christenheit mit einem fünfschiffigem Langhaus von 187 m Länge und zwei Querschiffen, von denen heute nur noch letztere teilweise erhalten sind. Der Grundriss mit doppelten Seitenschiffen wurde nach vielen Jahrhunderten des Vergessens von den konstantinischen Kirchen wie Alt-St. Peter übernommen. Besonders beeindruckend bei Cluny III war das Gewölbe mit einer Spanne von 12,20 m bei einer Höhe von 30,48 m. Der Clunezianerorden hatte einen besonderen Einfluss auf die Architektur der damaligen Zeit. Allerdings sind viele Bauwerke des clunezianischen Baustils nicht mehr erhalten. Der wiedergefundene Grundriss mit den doppelten Seitenschiffen lebt jedoch in vielen Kirchen fort, so zum Beispiel in der Kathedrale Notre-Dame, Paris. Ihre Entwicklung verdankt die Abtei in besonderer Form den ersten sechs Äbten. Abt Hugo (der 6. der eben genannten) vergrößerte die Kirche (bis ins 16. Jh. die größte der Christen) um ein Vielfaches. 1810 wurden große Teile der Anlage gesprengt.

Äbte


- 919-927 Berno von Baume
- 927-942 Odo von Cluny
- 942-964 (948) Aymardus, Aymardus erblindete im Alter, was er nie richtig verkraften konnte.
- 964-994 Maiolus war ab 954 Koadjutor von Aymardus.
- 994-1049 Odilo von Cluny
- 1049-1109 Hugo von Cluny
- 1109-1122 Pontius
- 1122-1156 Petrus Venerabilis

Literatur


- B.Egger, Geschichte der cluniazensischen Klöster in der Westschweiz; 1907
- K.S.Frank, Cluny, in: TRE 8 (1981) 126-132
- K.Hallinger, Gorze-Kluny. Studien zu den monast Lebensformen und Gegensätzen im Hochmittelalter; 2 Bde., 1950/51
- A.Hessel; Cluny und Mârcon; in: ZKG 22 (1901)
- ders., Odo von Cluny und das französische Kulturproblem im frühen Mittelalter; in: HZ 128 (1923)
- D.Knowles, Aufstieg und Niedergang von Cluny; in: Concilium 10 (1974), 475-480
- E.Sackur, Die Cluniazenser; 2 Bde., 1892/94
- E.Werner, Die gesellschaftlichen Grundlagen der Klosterreform im 11. Jahrhundert; 1953
- J. Wollasch, Cluny - "Licht der Welt"; 1996
- K. J. Conant, Cluny. Les églises et la maison du chef d'ordre; 1968

Weblinks


- [http://www.uni-muenster.de/Fruehmittelalter/Projekte/Cluny/Welcome.htm "Die Urkunden des Klosters Cluny"]
- [http://www.uni-muenster.de/Fruehmittelalter/Projekte/Cluny/Links/wisconsin.htm "Bilder von Cluny III"]
- [http://architecture.relig.free.fr/cluny.htm Architektur der Abtei (fr.)]
- [http://romanes.com/Cluny/ Romanes.com: "Abbaye de Cluny" (fr.)] Siehe auch: Hirsau Kategorie:Christentumsgeschichte (Mittelalter) Kategorie:Benediktinerkloster Cluny Kategorie:Kirchengebäude in Frankreich ja:クリュニー修道院

910

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 11. September - Gründung der Abtei Cluny durch Wilhelm I. von Aquitanien

Geboren


- Ekkehard I. von St. Gallen, Dekan des Klosters St. Gallen und vermutlich Autor des "Walthariliedes" († 973)
- Wenzel I. (Heiliger Wenzel), Herzog von Böhmen († 935; vgl. 903)
- (um 910) - Harald Blauzahn, König von Dänemark und Norwegen († 987)

Gestorben


- ko:910년

Wikinger

Wikinger (auch Nordmänner, Normannen, Waräger oder Rus) waren keine geschlossene ethnische Gruppe, sondern ursprünglich küstennahe Bauern aus verschieden Gebieten Skandinaviens. Diese entwickelten einen entscheidenden Vorsprung im Schiffbau und benutzten ihre allen anderen weit überlegenen Wikingerschiffe auch für Raubzüge, wodurch sie geschichtlich in Erscheinung traten. So wurden sie nach und nach seefahrende Krieger, die primär zwischen 517 und 1066 vornehmlich Küstengebiete und Inseln Europas plünderten und teilweise kolonisierten, und ein weitreichendes Handelsnetz errichteten. Handel

Überblick

Der Begriff Wikinger leitet sich vermutlich von dem altnordischen Substantiv víkingr ab. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, warum sie Wikinger genannt wurden und wer den Begriff zuerst verwendete. Wikinger bezeichnet u. U. auch nur den Teil der Normannen, der auf Heerfahrt ging. (vikva = von der Stelle rücken, bewegen, sich bewegen; norw. vige = weichen; Vík ist eine kleine Bucht, wo das Ufer zurückweicht; Fritz Askeberg in "Norden och kontinenten i gammal tid" (Uppsala 1944) leitet davon víking (vom Verb víkja) als "Reise von Zuhause" ab; víkingr wäre danach einer, der eine Reise macht. [vgl. Korsar zu lat. cursus und Pirat uspr. verwandt mit "fara" = reisen]; die Viking (feminin!) wird gleichbedeutend mit hernaðr "Kriegszug, kriegerischer Überfall". Das Wort ist älter als die Wikingerzeit und bereits im angelsächsischen Wídsíð [altenglischer Text im Exeter-Book des 10. Jh.] belegt. Auch wenn sie allgemein für Raub und Zerstörung bekannt sind, siedelten und handelten sie auch ebenso friedlich und hatten eine hohe Kultur. Die Wikingerzeit bezeichnet den jüngsten Teil der skandinavischen Eisenzeit, sie endet mit der Erobung Englands durch Wilhelm und der etwa gleichzeitigen Christianisierung der letzten Nordgermanen. Eine Neigung der staatenbildenden Wikinger zum Handel zeigt sich an Handelshäfen wie Birka, Kaupang, Ribe, Ralswiek, Seeburg oder Sigtuna, die auch zum kulturellen Austausch zwischen Skandinaviern, Slawen, Sachsen Balten und Franken beitrugen. Oder Haithabu (nahe Schleswig), bis es schließlich 1055 in einer Schlacht zwischen Harald Hardraada und Sweyn II. zerstört und 1066 von Westslawen endgültig dem Erdboden gleichgemacht wurde. Dennoch fand Handel mit Griechen, Arabern usw. statt. Ein Zentrum für den Handel mit dem Baltikum und Osteuropa war auch die schwedische Insel Gotland. Eine der wichtigen wenn auch parteiischen zeitgenössischen Quellen ist die Geschichte des Erzbistums Hamburg von Adam von Bremen, anno 1076, in der erstmals die Entdeckung Amerikas (Vinland genannt) durch die Wikinger schriftlich erwähnt wird. Vinland Der erste schriftlich bezeugte Wikingerüberfall wird von Gregor von Tours in seiner Historia Francorum beschrieben: Im Jahr 517 überfiel ein dänischer Kleinkönig mit Namen Chlochilaichum mit seiner Flotte Gallien. Er verwüstete und beraubte das Gebiet des austrasischen Frankenkönigs Theoderich I. und nahm etliche Gefangene. Die Flotte stach in See, der König blieb jedoch am Strand und musste auf die Flut warten. So konnte Theudoricus Sohn Theudobertus, der mit einem starken Heer und Flotte anrückte, den König töten, die Dänen in einem Seegefecht besiegen und die Beute zurückholen. Der zweite Bericht stammt erst wieder aus dem Jahr 793, als das Kloster Lindisfarne auf einer Insel vor der Nordostküste Englands von fremden Seefahrern geplündert wurde. Für die nächsten 200 Jahre ist die Europäische Geschichte voll mit Berichten über die Plünderungen der Wikinger. Sie eroberten den größten Teil Finnlands und des Baltikums sowie große Teile Englands und erichteten Stützpunkte in Irland. Raubzüge führten sie jedoch auch flussaufwärts, weit ins Binnenland von Holland nach Dorestad, in Frankreich z.B. nach Paris, in das Landesinnere von Spanien und selbst nach Kiew in Zentralrussland, wo sie die Kontrolle über dortige Gebiete erlangten. Berichte erzählen außerdem von Überfällen im Mittelmeer (siehe Wikingerraubzüge ins Mittelmeer) und im Kaspischen Meer. Sie besiedelten Island und Grönland und durch archäologische Funde und deren Auswertung ist mittlerweile belegt, dass sie Neufundland, also Nordamerika, erreichten und dort für kurze Zeit (etwa 50 Jahre) siedelten. Ab etwa 900 n. Chr. kam es zu Reichsgründungen. In Skandinavien auf den drei Gebieten die heute in etwa denen der modernen Staaten entsprechen.

Die dänischen Wikinger

Die Dänen segelten südlich nach Friesland, Frankreich und um 900 n. Chr. ins südliche England. Knut der Große war König über Dänemark, Norwegen und Teile Englands, als sein Reich seine größte Ausdehnung erreichte. Den Grundstein für dieses Großreich hatten bereits sein Vater, Sven Gabelbart und sein Großvater, Harald Blauzahn. Ein gewisser Rollo dessen genaue Herkunft unklar ist setzte sich 911 in der Normandie fest.

Die norwegischen Wikinger

Die Norweger segelten nach Nordwesten und Westen zu den Färöern, Orkney, Shetlands und nach Irland und Nordengland. Interne Auseinandersetzungen in Norwegen führten im Jahre 970 zur Emigration nach Island, wo sie unbewohnte Gebiete vorfanden und siedelten. Erik der Rote musste Island verlassen und segelte Richtung Westen, wo er nach einer beschwerlichen Seefahrt Grönland fand und ab 985 besiedelte. Etwa um 1000 wurde Nordamerika vermutlich von Leif Eriksson, dem Sohn Eriks des Roten, von Grönland aus entdeckt, der es Vinland nannte. Eine kleine Siedlung wurde auf der nördlichen Halbinsel von Neufundland bei L'Anse aux Meadows angelegt, aber die Gegenwehr der Ureinwohner führte innerhalb einiger Jahre zu ihrem Ende. Die archäologischen Überreste sind nun UNESCO-Weltkulturerbe. Siehe auch Geschichte Norwegens

Die schwedischen Wikinger

Die Schweden richteten ihren Blick mitunter nach Schleswig und auf die südliche Ostseeküste primär aber nach Osten. Schon in der Vendelzeit bestand ein intensiver Austausch über Osteuropa bis ins Schwarze Meer, wovon unter anderem die Übernahme von Helmarten wie dem Spangenhelm und Nasalhelm oder dem später für die Wikinger so charakteristischen Brillenhelm zeugen, die auf byzantinische Vorbilder zurückgehen.
Die Wikinger nutzten das verzweigte Flusssystem, um sich in Osteuropa zu bewegen. So kamen sie übers Schwarze Meer nach Konstantinopel (Byzanz) und trieben selbst mit Bagdad Handel. Mit den Ostslawen tauschten sie Honig, Wachs, Bernstein, Felle, Waffen und Sklaven, und verkauften diese für Silber, Seide, Brokat, Gewürze, Helme und Rüstungen. Die Finnen und Slawen nannten diese Skandinavier Rus oder Warjagi (Waräger), von den Byzantinern wurden sie Rhos und Waragoi genannt, und die Araber bezeichneten sie als Al-Madjus, Ruser oder auch Saqaliba.
Die wikingischen Händler-Abenteurer kooperierten mit den Slawen, mitunter schwangen sich kampferfahrene Skandinavier zu lokalen Stammesfürsten auf. Manchmal kam es daher auch zu bewaffneten Auseinandersetzungen. So heißt es in der Nestorchronik, die Slawen hätten die Waräger über das Meer verjagt, sie dann später zurückgerufen, um die Ordnung wiederherzustellen und über sie zu herrschen. Sie erwählten Rurik zu ihrem Fürsten. Viele Nordmänner ließen sich auf Dauer in Russland nieder. Von diesen Rus hat Russland seinen Namen (siehe Kiewer Rus).
Zusammen mit den Slawen überfielen die Rus mit ihren Schiffen ab 860 immer wieder Konstantinopel, so dass sie im Byzantinischen Reich bald gefürchtet waren. Die Byzantiner erkauften sich mit Handelsprivilegien den Frieden und sicherten sich die Dienste der Rus in der kaiserlichen Warägergarde. Ein Häuptlingsbegräbnis mit ritueller Opferung einer Sklavin sowie einer Schiffverbrennung auf dem Lande - und nicht auf dem Wasser wie in vielen Filmen oft fälschlicherweise dargestellt - hat im Jahre 922 der arabische Reisende Ahmad Ibn Fadlān akkurat beschrieben.

Die Wikingerschiffe

Der Bau des Wikingerschiffs erfolgte ohne Pläne nur aus dem mündlich überlieferten Gedächtnis der Väter. Es werden zwei Arten von Schiffen unterschieden:
- Langschiffe, auch als Kriegs- oder Kampfschiffe bezeichnet und auf Grund ihres Stevenschmucks oft "Drachen" genannt
- und Handelsschiffe, so genannte Knorren. Langschiffe waren die Kriegs- bzw. Kampfschiffe der Wikinger. Sie konnten mit ihnen schnell und unerwartet angreifen - sich aber wieder zurückziehen, bevor ein Vergeltungsschlag organisiert werden konnte. Dieser Schiffstyp war ein ca. 20 m langer Verdränger, deren Holzplanken überlappend in Klinkertechnik verbaut wurden. An den Überlappungen wurden die Planken mit Metallnieten zusammengehalten. Sämtliche hölzernen Schiffsteile aller Schiffstypen wurden mit verschiedenen Beilen aus Baumstämmen nach der jeweiligen Maserung gehackt. Daraus ergab sich insgesamt eine enorme Festigkeit und Belastbarkeit. Auch die Planken wurden nicht gesägt. Die Langschiffe wurden gerudert und gesegelt; sie hatten einen umlegbaren Segelmast, der in kürzester Zeit (ca. 1,5 Minuten) auf- und abgebaut werden konnte. Der Tiefgang aller Schiffe betrug nicht mehr als 1,5 m und sie erreichten eine Maximalgeschwindigkeit von ca. 20 Knoten! Neben der Möglichkeit von Fahrten über lange Entfernungen konnten die Wikinger daher mit ihren Schiffen nicht nur in flachen Gewässern segeln, sondern zusätzlich entlang der Flüsse, selbst unter Brücken hindurch, tief in das jeweilige Landesinnere vordringen. Mit den Handelsschiffen, die breiter und hochbordiger als die Langschiffe waren, brachen die Wikinger z. B. zu ihren Entdeckungsfahrten nach Grönland und zum Handel in das heutige Russland auf. Das Steuerruder aller Schiffstypen war auf der rechten Seite, davon leitet sich die Richtungsangabe steuerbord in der allgemeinen Schifffahrt her. Aus der Saga von Riem lässt sich entnehmen, dass die Wikinger schon damals wussten, dass die Erde eine Kugel ist. Ein archäologischer Fund lässt auf die Verwendung einer kompassähnlichen Navigationshilfe schließen. Auch die Gezeiten haben sie gekannt. Insgesamt waren die Wikinger in der Navigation und dem Schiffbau nicht nur für ihre Zeit richtungsweisend, vielmehr stammen viele noch heute verwendete Begriffe aus dem Bereich letztlich von ihnen. Siehe auch: Geschichte des Wikingerschiffbaus, Langschiffe, Knorren

Gründe der Expansion

Den Grund für die Überfälle sehen einige, neben dem erheblichen Vorsprung im Schiffbau und den damit verbundenen Möglichkeiten, in einer Überbevölkerung, die durch die technischen Fortschritte (wie etwa die Verwendung von Eisen), aber auch durch die seit 800 n. Chr. einsetzende Klimaverbesserung hervorgerufen wurde. Eine Ursache könnten auch Notlagen gewesen sein. So verließen in Frühgeschichtlicher Zeit Kimbern und Teutonen (wahrscheinlich auch Vandalen) Jütland. Etwa zur selben Zeit gingen auch die Goten aufs Festland. Jahrhunderte später verließen Angeln, Jüten und Sachsen die Halbinsel. Ein weiterer Grund war, dass sich zu dieser Zeit einige Länder (besonders England und Irland) destabilisiert und somit leichte Beute für Überfälle waren. Das Frankenreich hatte besser verteidigte Küsten und befestigte Häfen, was die Wikinger aber nicht von ihren Raubzügen abhielt.

Mythologie und Literatur

Klimaverbesserung Die germanische Mythologie und die altnordische Literatur berichten uns über ihre heidnische Religion und ihre kühnen Helden. Das bedeutendste Beispiel für die germanische Mythologie stellt wohl die Edda (Ältere Edda und Jüngere Edda) dar. In dieser Sammlung sind die verschiedensten Erzählungen der Wikinger zusammengefasst.
Allgemein war Thor der wichtigste Gott der Wikinger und regional hatte dieser sogar eine wichtigerere Position als Odin, der germanische Göttervater. Die Wikinger im Gebiet des heutigen Schwedens verehrten Freyr als einen ihrer wichtigsten Götter, der daher sein Hauptheiligtum im heutigen Uppsala besaß. Außerdem kannten die Wikinger keine Priester.

Sitten und Gebräuche

Sehr oft wurden bei den Wikingern weibliche Säuglinge kurz nach der Geburt getötet. Das hatte den Zweck, dass die Frauen bald wieder schwanger werden konnten, um einen erhofften Knaben zu gebären. Für Ihre kriegerischen Raubzüge waren sie besonders auf männlichen Nachwuchs angewiesen. Auf ihren Raubzügen nahmen sie Gefangene jeden Alters und Geschlechts mit nach Hause und hielten sie als Sklaven. Mit diesen wurde auch regelrechter Handel betrieben bis in den vorderen Orient. Dort waren besonders blonde Kinder und Frauen begehrt.

Ende der Wikinger

Nach Jahrzehnten des Plünderns wurde der Widerstand in allen Teilen Europas wirkungsvoller und der Druck der deutschen Kaiser förderte die Christianisierung Skandinaviens und führte zu einem milderen Verhalten. Es etablierten sich die großen Königreiche Norwegen, Dänemark und später auch Schweden und man kann annehmen, dass ihre Könige friedlichere Verhältnisse schaffen wollten. Zeitlich wird das Ende der Wikingerzeit mit der Schlacht bei Hastings im Jahre 1066 festgelegt. Weiter könnte die zu hohe Bevölkerungszahl und der damit verbundenen Ressourcenknappheit und Bodenknappheit ein Grund für das Ende der Wikinger sein.

Die Normandie

Um 911 bekamen der Wikingerfürst Rollo die Normandie als Lehen im Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte vom französischen König Karl dem Einfältigen zugesprochen, nachdem sie lange das Seine-Gebiet rund um Paris verwüstet hatten. Sie sollten nun Frankreich vor weiteren Überfallen durch Wikinger schützen.
Aufgrund ihrer Herkunft wurden sie Nordmänner oder Normannen genannt; so erhielt die Normandie ihren Namen. Die Normannen nahmen die französische Sprache an und entwickelten im Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung eine neue kulturelle Identität. Zur weiteren Geschichte, insbesondere zur Eroberung Englands 1066 durch den normannischen Herzog Wilhelm der Eroberer und zur Ausbreitung der Normannen bis nach Sizilien, siehe Normannen.

Erfinderreichtum der Wikinger

Schon die Wikinger haben die Linse erfunden. Sie war aus Bergkristall geschliffen und perfekt gearbeitet. Vermutlich hatten die Wikinger auch dafür ein eigenes Gerät entwickelt. Es wurde mit dem Fuß angetrieben und konnte den Bergristall schleifen. Mir der Linse hätten sie theoretisch auch das Fernrohr erfinden können, vielmehr wird aber vermutet dass die Linse zum ausbrennen von Krankheiten und zum Feuerzünden dienlich war. Eine weitere "Erfindung" der Wikinger war die Hochseefischerei. Die Wikinger fischten im grossen Stile auch auf dem Meer und nicht nur mit Reusen und ähnlichem vom Land aus.

Andere Bedeutungen

Der Begriff "Wikinger" ist auch unter Modelleisenbahn-Freunden bekannt : für die kleinen Automodelle im Maßstab 1 zu 87 H0 (gesprochen: "Ha-Null") als Zubehör zur Modellbahn.
- siehe auch: Wiking

Literatur


- Ian Heath, David Nicolle, Angus McBride: Wikinger und Normannen, St. Augustin, Siegler 2003. ISBN 3-87748-630-4
- Benjamin Hudson: Viking pirates and Christian princes. Dynasty, religion, and empire in the North Atlantic, Oxford, Oxford Univ. Press 2005. ISBN 0-19516-237-4
- Angus Konstam: Atlas der Wikinger. Geschichte, Eroberungen und Kultur der Wikinger, Wien, Tosa 2002. ISBN 3-85492-555-7
- Peter H. Sawyer (Hrsg.): Die Wikinger. Geschichte und Kultur eines Seefahrervolkes, Stuttgart, Theis 2001. ISBN 3-8062-1688-6 Siehe auch: Wikinger-Museum Haithabu, Berserker, Jomswikinger, Runenstein, Wickie und die starken Männer :Kategorie:Wikinger

Weblinks


- [http://www.heimskringla.no heimskringla.no - «Kulturformidlingen norrøne tekster og kvad»]
- http://www.vikingnet.de/
- http://www.wikinger.org/
- http://www.uni-tuebingen.de/mittelalter/links/links22.htm
- http://www.norwegen-service.de/Kultur/Die_Wikinger/die_wikinger.htm
- http://www.blinde-kuh.de/wikinger/ (für Kinder)
- http://www.jordheim.info/ Kategorie:Germanischer Stamm Kategorie:Europäische Ethnie !Wikinger als:Wikinger ja:ヴァイキング ko:바이킹 ms:Viking simple:Vikings zh-min-nan:Viking-lâng

Normannen

Normannen sind im heutigen französischen Sprachgebrauch (normands) die Bewohner der Normandie. Tatsächlich ist die Normandie nach den „Nordmännern“ benannt, einer Gruppe von Wikingern, die, aus Skandinavien kommend, in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts kriegerisch in Nordfrankreich eindrangen und schließlich unter Herzog Rollo im Jahr 911 durch den Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte das untere Seine-Becken von Karl III. von Frankreich als Lehen empfingen. Lehen Die Normannen nahmen die französische Sprache an und entwickelten eine eigenständige kulturelle Identität, die sie sowohl von ihren skandinavischen Vorfahren als auch von ihren frankogallischen Nachbarn unterschied. Einzelne Normannengruppen dehnten mit dem beginnenden 11. Jahrhundert ihre Streifzüge bis in den Mittelmeer-Raum aus und setzten sich um Aversa und Capua fest. Schließlich gelangten sie in beinahe ganz Süditalien und Sizilien, das sie von den Sarazenen eroberten, an die Herrschaft (siehe auch: Apulien, vor allem Geschichte 1000 - 1050). Im Jahr 1066 eroberte der normannische Herzog Wilhelm der Eroberer England. Das Nebeneinander von normannischem, französischsprachigem Adel und einheimischer, altenglischsprachiger Bevölkerung hat die englische Sprache bis auf den heutigen Tag entscheidend geprägt. In mittelalterlichen Chroniken werden die Bezeichnungen Normanne und Nordmanni oft als Synonyme für Wikinger oder Skandinavier verwendet.

Literatur


- Heath, Ian et al.: Wikinger und Normannen. Siegler, 2003. - ISBN 3-87748-630-4
- Rowley, Trevor: Die Normannen. Essen: Magnus, 2002. - ISBN 3-88400-017-9

Siehe auch


- Al-Madjus
- Theelacht Kategorie:Europäische Ethnie Kategorie:Germanischer Stamm ja:ノルマン人

911

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Papst Anastasius III. wird Nachfolger von Sergius III..
- Durch zahlreiche Angriffe in Nordfrankreich erhält der Normanne Rollo von Karl dem Einfältigen die Seinemündung (Normandie) als Lehen.
- Konrad der Jüngere, Herzog von Franken, wird in Forchheim zum König des Ostfrankenreichs gewählt. (Gilt manchmal als Gründungsdatum des Heiligen Römischen Reiches)

Geboren


-

Gestorben


- 14. April - Sergius III. (
- ?)
- 23. November - Burchard I. (Schwaben) (
- um 860), Herzog von Schwaben, Markgraf in Rätien
- 24. November - Ludwig das Kind (
- 893)

Besonderheiten


- Ende der Zeitspanne des Erfundenen Mittelalters ko:911년

9. Jahrhundert

Das 9. Jahrhundert begann am 1. Januar 801 und endete am 31. Dezember 900.
In Europa ist es die Epoche des Frühmittelalters.

Zeitalter/Epoche

Ereignisse/Entwicklungen


- Besiedlung der Färöer durch Spelleraner
- Beginn des historischen Khmer-Reiches in Angkor (Kambodscha) durch Vereinigung zuvor eigenständiger Königreiche
- In Japan beginnt 858 die Herrschaft der Familie Fujiwara die das Kaiserhaus kontrolliert und somit zur tatsächlichen Regierung wird.
- Durch den Bau der Hammaburg wird die Stadt Hamburg begründet.
- Nach 884: Gründung der Theelacht zu Norden (Niedersachsen) - die wohl älteste und heute noch blühende Genossenschaft
- Die Wikinger fallen in der zweiten Hälfte des 9.Jh in Frankreich ein
- Einweihung des ersten buddhistischen Klosters Samye in Tibet durch den tantrischen Meister Padmasambhava im Jahr 814

Persönlichkeiten


- Karl der Große, fränkischer Kaiser
- Photius der Große, byzantinischer Patriarch
- Nikolaus I., römisch-katholischer Papst

Erfindungen und Entdeckungen


- Entdeckung Islands durch Gardar Svavarsson (um 875)
- Erste Windmühle um 900 01-09 ! ja:9世紀 ko:9세기

Normandie

Die Normandie ist eine Region im Norden Frankreichs. Zur Normandie gehören das untere Seinegebiet (Haute-Normandie) nördlich von Paris, das Land in Richtung Westen (Basse-Normandie) sowie die Halbinsel Cotentin. Zur Haute-Normandie gehören die französischen Départements von Seine-Maritime und Eure, Basse-Normandie besteht aus den Départements Orne, Calvados und Manche. Historisch war die Normandie schon immer eine französische Provinz. Eine besondere touristische Attraktion ist der sagenumwobene Mont Saint Michel. In der Normandie leben 3,2 Million Menschen. Die größten Städte sind Rouen (385.000 Einwohner einschließlich Vororten), Le Havre (247.000 Einwohner),